Veröffentlicht

27. November 2025

Lesezeit

8 MIN

Von

Marcella Camenzind

Gegen alle Widerstände: Die Geschichte hinter Art on Ice 2026

Wir öffnen die Tür zur Splendid Bar in Zürich, dem Ort, an dem alles begann. Im Jahr 1995 sassen hier zwei junge Träumer mit einer einfachen, aber verrückte Idee: «Was wäre, wenn wir Live-Musik mit Eiskunstlauf verbinden?
Surya Bonaly Art on Ice 2008

Wenn die innere Stimme überzeugt

Auch auf dem Eis gab es Persönlichkeiten, die ihren eigenen Weg gingen und ihrer inneren Stimme mehr vertrauten als Regeln einzuhalten. Surya Bonaly, dreifache Art on Ice Teilnehmerin, zeigte als erste Frau bei Olympia einen Rückwärtssalto, obwohl dieser seit 1976 verboten war, und landete zudem auf einem Bein. Ihr athletischer Stil passte nicht ins klassische Eiskunstlaufbild, also entschied sie sich nach einem Sturz, ihren eigenen Weg zu gehen. Mit ihrem mutigen Moment schrieb sie Geschichte und wurde zur Inspiration für viele und somit auch für die Storyline von Art on Ice 2026. Das Line-up von dieser Jubiläumsshow ist voll von Persönlichkeiten, die auf ihre innere Stimme hörten. Zum Beispiel:

 

Zur Zeit der Art on Ice Gründung bereitete sich der brasilianische Künstler Romero Britto auf seine erste grosse Ausstellung in New York vor. Aufgewachsen in den Favelas, malte er auf Karton und Zeitungspapier, getrieben von Hoffnung, Freude und Farbe. Seine Kunst wurde als «zu simpel» und «zu kommerziell» belächelt. Heute ist Britto einer der bekanntesten Pop-Art-Künstler weltweit und der meistlizenzierte seiner Generation. Er arbeitete mit Marken wie Disney, Coca-Cola und Bentley, designte Kunstwerke für die WM, die Olympischen Spiele und portraitierte Persönlichkeiten wie Elton John und König Charles III. Seine positive, lebensfrohe Bildsprache passt perfekt zu Art on Ice 2026. Britto entwarf das Jubiläumslogo, malte ein exklusives Kunstwerk für die Show und seine farbenfrohen Arbeiten werden in mehreren Shownummern Teil der Inszenierung sein.

Romero Britto

Auch Deanna Stellato-Dudek ist ein Beispiel für den Spirit von «Against All Odds». Als vielversprechende Einzelläuferin beendete die damals 17-jährige im Jahr 2001 ihre Karriere. Danach folgten 16 Jahre fern vom Spitzensport. Viele hielten ihre Kariere für abgeschlossen. Deanna hörte auf ihre innere Stimme, auf das Flüstern, das sagte: «Was, wenn es doch noch geht?» Mit 34 Jahren kehrte sie als Paarläuferin zurück aufs Eis – für Deanna eine völlig neue Disziplin. Gemeinsam mit Maxime Deschamps kämpfte sie sich an der Weltmeisterschaft 2024 in Montreal an die Weltspitze und krönte ihr Comeback mit WM-Gold. Mit 40 Jahren wurde sie zur ältesten Eiskunstläuferin, die jemals Weltmeisterin wurde. Ihre Geschichte zeigt: Es ist nie zu spät. Und manchmal beginnt der grösste Erfolg genau dann, wenn niemand mehr damit rechnet, ausser man selbst.

Deanna Stellato-Dudek

Jess Glynne tat sich schwer, einen Einstieg in die Musikbranche als Sängerin zu finden. Ihre Stimme passe nicht, hiess es. Die Produzenten von The X Factor lehnten sie ab und so jobbte sie in der Branche «hinter den Kulissen» und gab nie auf. Dank mutiger Collabs schaffte sie letztendlich genau wegen ihrer markanten Stimme den Sprung in die Charts.

 

James Bay, eigentlich total schüchtern, sagt über sich selbst er musste erst lernen, im Mittelpunkt zu stehen. Der grosse Kunstliebhaber lässt sich stark von visueller Ästhetik inspirieren.

Jess Glynne
James Bay

Stress: Aufgewachsen zwischen Kulturen, geprägt von einer schwierigen Kindheit und inneren Kämpfen. Als er bei seinen Konzerten beginnt, offen über Depressionen zu sprechen, aus seiner Biografie zu lesen – über Selbstmordgedanken, über Angst – sagen viele: „Das kannst du doch nicht machen.“ Er macht es trotzdem. Und berührt tausende Menschen mit seiner Ehrlichkeit.

Stress

Stefanie Heinzmann war als Teenager gesundheitlich angeschlagen und doch mit 18 Jahren plötzlich im Rampenlicht der Musikbranche. Alle sagen, sie müsse sich anpassen und einem bestimmten Bild entsprechen. Doch sie sucht ihren eigenen Weg, schneidet sich die Haare ab und blieb sich selbst treu. Sie macht es trotzdem. Und ist heute authentischer, stärker und schöner als je zuvor.

Stefanie Heinzmann

Noah Veraguth: Nach Jahren mit seiner Band Pegasus folgt der Abschied: ein Bruch, der vieles infrage stellt. Doch statt aufzuhören, beginnt er neu. Solo. Ehrlich. Ohne Kompromisse. Er macht es trotzdem. Weil seine Stimme, seine Musik einzigartig ist.

Noah Veraguth

Die Elemente bei Art on Ice 2026

Bühne 2026
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Art on Ice 2026 - Die Jubiläumsshow

Against all Odds - Gegen alle Wiederstände

Marcella Camenzind

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